Ausbildung, Kunst und Handwerk

Wie man Eigenschaften und Fähigkeiten entwickelt, die die Würde der Menschen veredeln und verfeinern

Ausbildung, Kunst und Handwerk

Ausbildung und Arbeit gehören zu den wesentlichsten und wichtigsten Bestandteilen, die bei der Realisierung des Projekts PONTIS erwartet werden. Die Situation der Jugendlichen, jungen Erwachsenen und vielen Arbeitslosen ist eine richtige Herausforderung, die uns dringend zum Handeln auffordert.

 

Der Begriff „Ausbildung“ umfasst in der Projektidee verschiedene Bereiche, die miteinander in Kontakt kommen:

  • Schule für biodynamische Landwirtschaft
  • Bauen mit Rohmaterialien/Lehmbau
  • Handwerk, Kunst – einschließlich soziale Kunst
  • Pädagogik des zeitgenössischen Zirkus und Ausbildung für Ausbilder
  • Pädagogik

Das Land und seine Berufe

Die Wiederinstandsetzung des architektonischen Komplexes Mastio/Sedda

Ziel ist es, die Gebäude unter besonderer Berücksichtigung ihrer Identität wiederherzustellen, indem die traditionellen Bautechniken und architektonische Methoden respektiert werden.

Der Eingriff sieht einen nachhaltigen und sozialverträglichen architektonischen Ansatz vor, damit lokale Arbeiter, Jugendliche und Erwachsene das Wissen und die Fähigkeiten für diese antike und nachhaltige Bauweise des Lehmbaus wiedererlangen können.

Eine Gruppe von Architekturstudenten und ebenso Absolventen der Universität Cagliari unter der Leitung von Frau Dr. Maddalena Achenza, arbeiten seit einigen Jahren an der Planung und vorläufigen Berechnung der Kosten für diese Arbeit. Man geht davon aus, dass diese Gruppe auch in der Beschlussphase, im Rahmen ihrer jeweiligen Kompetenzen mitwirken kann.

 

Workshops im Bereich „Handwerk“ – Unterrichten der antiken Berufe

In der sardischen Tradition spielt die Handwerkskunst eine sehr wichtige Rolle und ist von besonderer Schönheit. Wie z.B. die Webarbeiten, das Flechten von Körben, die Goldschmiedekunst, die Keramik und die Holz- und Eisenverarbeitung. Das zeigt sich auch beim Brotbacken, in der Konditorei, bei der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten und bei der Konstruktion von Gebäuden mit der antiken und nachhaltigen Bauweise mit Lehmbau.
Qualität ist ein wichtiges Kriterium, das mit Schönheit kombiniert werden muss.
Glücklicherweise gibt es immer noch Menschen, die ihr Wissen an die junge Generation weitergeben können und wollen, bevor es verloren geht.
Bei der Restaurierung des alten Hofkomplexes Mastio/Sedda, sind im Hinblick auf die in diesem Gebäude einst ausgeführten Tätigkeiten Räume vorgesehen, die für die handwerklichen Workshops wie Weben, Korbflechten, Keramik, Kerzenherstellung, Tischlerhandwerk, Bäckerei usw. genutzt werden und somit gearbeitet, gelehrt und gelernt werden kann.

Schule für biodynamische Landwirtschaft

Die biodynamische Landwirtschaft

Immer mehr erweist sich diese Herangehensweise, hinsichtlich der Landwirtschaft, als fähig, Lebensmittel von ausgezeichneter Qualität zu produzieren – wie aus den internationalen Anerkennungen im Bereich des Weinanbaus hervorgeht, die Fruchtbarkeit der Erde zu steigern (siehe Ergebnisse der FIBL-DOK-Forschung) und ebenso häufig erweist sie sich als Quelle von Lösungen landwirtschaftlicher Probleme.

Ihre Anwendung und Studium stoßen zunehmend auf die Aufmerksamkeit der Landwirtschaft, der Wissenschaft und der Universitäten. Ebenso ihre Methoden zur Bewertung der Lebensmittelqualität.

Projektvorschlag

Die Projektidee des biodynamischen Betriebes sieht zunächst die Freigabe von Praktika- und Ausbildungsplätzen für die Biodynamik vor, mit der Hoffnung, in Zukunft eine dauerhaft strukturierte Ausbildungsstätte für Biodynamische Landwirtschaft entstehen zu lassen.

 

Die Zirkuspädagogik

Zeitgenössischer Zirkus

Das Spiel ist aktives Lernen: Der Zirkus ist ein Spiel, das Bewegung erfordert. Durch Bewegung lernt das Kind sich selbst und andere kennen und entwickelt oft unerwartetes Potenzial.
Toleranz und Sensibilität: Die zeitgenössische Zirkuspädagogik macht das Kind und den Jugendlichen zu einem Menschen, der auf seine und die Bedürfnisse anderer aufmerksam wird. Die Erfahrung durch den Zirkus schafft Akzeptanz und die “Mängel” werden zu Stärken.
Verantwortung und soziale Intelligenz: Die Zirkuspädagogik lehrt Verantwortung gegenüber sich selbst, anderen und den Geräten. Elemente der Schauspielkunst, der Vorstellungskraft, der mimischen Darstellung und des Vorspielens einer Bewegung bieten Wachstumschancen und helfen bei der Überwindung von Krisen, in einem aufmerksamen und liebevollen sozialen Umfeld.
Fleiß und Konzentration: Zirkuskünste erfordern kontinuierlich Fleiß und Konzentration. Die positiven Effekte zeigen sich beim Erlernen von Inhalten und Techniken traditioneller Sachgebiete.

Die Gründer und Hauptlehrer Sigrid Federspiel und Dr. Benno Weissteiner von der Zirkusschule  „Circomix“ in Vintl (Bozen) arbeiten bereits seit einigen Jahren mit dem Projekt Pontis zusammen:
Zweijährige Zirkuspädagogikkurse für Ausbilder, um Erwachsenen die Möglichkeit zu individueller Weiterentwicklung und neuen beruflichen Möglichkeiten zu bieten.
Sommerworkshops und Beginn einer dauerhaften Schule für zeitgenössischen pädagogischen Zirkus für Kinder und Jugendliche.

Die Künste in der Projektidee

Die Einbindung künstlerischer und kultureller Elemente ist für das soziale und kulturelle Leben des Projekts von wesentlicher Bedeutung.

Für die Künstler sind in der Wiederherstellungsphase des Hofkomplexes Mastio/Sedda Räume für kreative Arbeit geplant, um künstlerische Workshops zu schaffen. Ein Teil der gefertigten Kunstgegenstände (z.B. Skulpturen) können, im Rahmen des antiken Hofkomplexes, im landwirtschaftlichen Betrieb oder im öffentlichen Raum der Stadt ausgestellt werden.

Kultur und soziale Integration

In den Kunstworkshops können Jugendliche und junge Menschen, die von Ausgrenzung betroffen sind, sich selbst entdecken und ihr Selbstwertgefühl wieder aufbauen.
Künstlerische Therapieinitiativen lassen sich ebenfalls leicht in eine solche Umgebungen integrieren.
Im Haus Mastio/Sedda sind kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge, Theateraufführungen, künstlerische Workshops und Tagungen geplant.

An dieser Initiative beteiligte Aktivitäten und Künstler:

Musik

Musiker: Luca Nulchis, Egidiana Carta

Luca Nulchis, schloss sein Klavierstudium an der Musikhochschule in Cagliari mit höchster Auszeichnung ab. Seine Interessen erstrecken sich auf verschiedene Kunst- und Forschungsformen. Luca Nulchis, Gründer der ANDHIRA-Gruppe, unterrichtet an öffentlichen Schulen und Musikschulen, in Seminaren und Musikworkshops.
Egidiana Carta, klassische Gitarre, Klavier, moderner und lyrischer Gesang, Querflöte und Jazzgesang ist Teil des Andhira-Quintetts. Egidiana führt musikalische Workshops an Grundschulen sowie Chorgesang für Kinder in Kulturvereinen und privaten Initiativen durch.
Gemeinsam wollen sie eine Musikausbildung für alle Generationen und besonders für Kinder schaffen. Ihr Wunsch ist es, eine permanente “Musikwerkstatt” zu gründen, die neben der Ausbildung auch Platz für die Gründung eines Orchesters oder einer Musikkappelle bietet.

 

Bildhauerei

Bildhauer und Kunsttherapeut: Renzo Rastrelli

 

Er ist freiberuflicher Künstler, Lehrer für Bildhauerei am Gymnasium der Waldorfschule und Mitbegründer der Kunsttherapieschule CINABRO in Mailand und Oriago (Venedig). Er unterrichtet seit vielen Jahren Kurse auf Sardinien und zu verschiedenen Anlässen in den Innenhöfen des Hauses Mastio/Sedda. Er beschloss, PONTIS beizutreten und auch dort zu unterrichten.

Malerei

Malerin: Daniela Vignati

Sie ist freiberufliche Künstlerin, sieht die Notwendigkeit einer „sozialhygienischen“ Kunst und bietet Kunstkurse für Erwachsene und Kinder an. Für das Projekt PONTIS möchte sie zusätzlich zu ihrer Lehrtätigkeit, eine offene „Kunstwerkstatt“ schaffen und Ausstellungen und Versammlungen organisieren.

 

 

 

Filmkunst

Filmmaker: Andrea Mura

Als Regisseur von Dokumentarfilmen, mit besonderem Interesse für Nachhaltigkeitsthemen, begleitet er das Projekt schon von Anfang an mit seiner Kamera. Er wird für PONTIS Kurse für Jugendliche und Erwachsene anbieten.

 

Soziale Kunst – Gemeinschaftsbildung

Ulrich Pütz, Trainer für dynamische Urteilsbildung und Kommunikation; Unternehmensberater bei der Firma TRIALOG GmbH.
Die Bildung eines sozialen Organismus, dessen Gesundheit und Vitalität sowie seine Integration in bestehende soziale Strukturen erfordert Aufmerksamkeit und soziale Kompetenz. Es ist eine existenzielle Notwendigkeit die Kommunikationsprozesse sowie die Urteilsbildung als Grundlage für Gruppenentscheidungen, die Schaffung von Klarheit, die Übernahme von Verantwortung in Aufgaben und eine Kultur der Vereinbarung bewusst und menschlich zu gestalten. Es ist nötig, kontinuierlich soziale Fähigkeiten zu lernen und zu üben. Ulrich Pütz begleitet das Projekt in regelmäßigen Seminaren, um Fertigkeiten in Bezug auf Entscheidungen, Organisation und Führung von sozialen und geschäftlichen Prozessen zu entwickeln und zu trainieren.

 

Other initiatives

Initiatives

Pädagogik

Pädagogik und landwirtschaftlicher Betrieb Die Initiative „Pädagogik“ orientiert sich an der Waldorfpädagogik, die Kindern und Jugendlichen die Mittel für eine ausgeglichene psychophysische und spirituelle Entwicklung vermittelt. Sie ermöglicht es, dass  Talente und Neigungen von jedem einzelnen zum Vorschein kommen können

Initiatives

Landwirtschaft

Projektziele der Initiative „Landwirtschaft“ Neuorientierung und Aufwertung eines großflächigen Gebiets der Gemeinde Ussana, mithilfe der Realisierung eines innovativen biodynamischen und multifunktionalen landwirtschaftlichen Betriebes.    

Initiatives

Heilkunde und Therapie

Arztpraxis für Naturheilkunde und regenerative Aufenthalte Das Projekt plant ein kleines Zentrum für Medizin und Natur-und Kunsttherapien ein, um diejenigen willkommen zu heißen, die sich selbst und ihr Lebensmotiv wiederfinden wollen:  

Initiatives

Gastfreundschaft

Restaurant – Mensa – regenerative Aufenthalte – „Albergo diffuso“. Die Aktivitäten des Projektvorschlags für nachhaltigen und erlebnisreichen Tourismus.   In der Küche werden die Produkte des landwirtschaftlichen Betriebes und die lokalen Spezialitäten verarbeitet, um das Bio-Café und das Bio-Restaurant, die

Initiatives

Forschung

Ständiges Forschen und Experimentieren werden der rote Faden zwischen allen vorgesehenen Initiativen des Projekts Pontis sein.

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